Vor den Vorhang bitte – Selbstbewusst und mutig Küchenwahnsinn und Genussspektakel im Mountain Resort Feuerberg

Fotos: Mountain Resort Feuerberg/Julia Rinesch

Küchenwahnsinn und Genussspektakel im Mountain Resort Feuerberg

„Der Feuerberg versteht sich nicht nur als Arbeitgeber; durch seine spezifische Insellage und auf Grund des in der Gastronomie üblichen hohen Anteils an jungen MitarbeiterInnen ist es seit Jahren unser Ziel, den Menschen in unserem Unternehmen als auch Lebens- und Entwicklungspartner beizustehen. Am Feuerberg zu arbeiten eröffnet ein Reihe von spannenden Möglichkeiten. Neben großzügigen Freizeitangeboten und spannenden fachlichen Schulungen gibt es auch Unterstützung in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Da kam uns die Idee, genau für diesen persönlichen Bereich ein Theaterprojekt ins Leben zu rufen. Frau Andrea Latritsch-Karlbauer arbeitet schon seit Jahren als Feuerberg Partnerin im Rahmen von inspirierenden Gästeprogrammen. Was lag da näher, als sie für die Leitung des Theaterprojektes zu engagieren. Ihre Erfahrung in diesem Bereich und ihre motivierenden Qualitäten im Umgang mit Menschen haben das Projekt zu einem vollen Erfolg werden lassen. Wir sind dankbar für ihre Unterstützung und werden in den kommenden Jahren sicherlich an dieser kreativen Arbeit dran bleiben.“ (Erwin Berger, Hotelier und Besitzer von Mountain-Resort Feuerberg) 

Chefkoch Danijel Radic war auch dabei!

Wir haben es gewagt!

Am Freitag, den 15. September war es soweit. Ein zweimonatiger Kreativ- und Persönlichkeitsentwicklungsprozess mit 20 MitarbeiterInnen des Mountain Resort Feuerberg feierte mit der Theaterperformance „Küchenwahnsinn und Genussspektakel“ den sehr erfolgreichen Höhepunkt. Der Hotelier Erwin Berger kontaktierte mich im Frühjahr und beauftragte mich, mit seinen MitarbeiterInnen ein Theaterprojekt durchzuführen. Das Ziel war, ein gemeinsames kreatives Projekt innerhalb des Teams zu entwickeln, und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, abseits ihrer Arbeit ihre individuelle Entwicklung zu fördern und miteinander kreativ zu arbeiten. Da mein 2. Vorname „Unvernunft“ heißt, sagte ich natürlich sofort „Ja“, mit dem Wissen, dass Kreativprojekte in der Wirtschaft eine Herausforderung sind und große Überzeugungskraft erfordern. Doch ich liebe die Herausforderung und bin im Falle von unvorhergesehenen Überraschungen einigermaßen krisenerprobt. Am Anfang war für einige Teilnehmer die Vorstellung, ins Rampenlicht zu treten, mit Unsicherheit behaftet und die Darsteller mussten neben ihrer zeitintensiven Hautptbeschäftigung in Küche, Service und Rezeption ihre rare Freizeit „opfern“.

Die Zweifel der jungen Leute begleiteten die erste Probe, doch damit hielten wir uns nicht lange auf. Wir änderten die Perspektiven, erforschten die jeweiligen Körper-Potentiale wie ein guter Stand, die aufgerichtete Haltung und eine optimale Stimmlage. Wir hatten kein vorgegebenes Theaterstück, sondern entwickelten dies aus Improvisationen, in denen sich sehr schnell die Talente der engagierten jungen Leute herauskristallisierten. Im Laufe der zwei Monate wechselten wir die Perspektiven, übertraten selbstgesteckte Grenzen, forderten den Mut heraus und meisterten auch aufkommende Krisen gemeinsam. Die Präsenz und die Sicherheit über den Körper zeigte Wirkung und innerhalb kürzester Zeit verbesserte sich die Haltung, die Stimmung, die Stimmqualität und die Ausstrahlung der großartigen jungen Leute, die sich auf diesen Prozess eingelassen hatten.

Natürlich begleiteten uns auch immer wieder altbekannte Zweifel wie „bin ich gut genug, was ist, wenn ich versage, das ist ja peinlich“, aber ich zeigte den DarstellerInnen, wie sie durch einfache Körperübungen in die Kraft kommen. Die wenigsten konnten sich vorstellen, dass in diesem Prozess wirklich ein Theaterstück entsteht, das man herzeigen kann. Doch das Durchhaltevermögen und die Begeisterung lehrte sie eines Besseren. Am Freitag standen 16 junge engagierte FeuerberglerInnen begeistert und professionell auf der Bühne und präsentierten ihr Stück, das einzigartig ist und aus ihnen entstanden ist, maßgeschneidert. Der kräftige Applaus des zahlreich erschienenen Publikums war die Belohnung und alle strahlten um die Wette. Es ist wunderbar, wenn es Arbeitgeber gibt, die solche Projekte möglich machen. Großen Dank an Herrn Berger und seine Feuerbergler!

 

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